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JO-Titel bis Olympiagold – eine Flumser Erfolgsgeschichte

Das legendäre Trio: Edy Bruggmann, Hannes Kurath und Ernst Good (von links). Hannes Kurath vom Hotel Tannenboden bleibt als Präsident, Sportler und Stimmungsmacher im Skiclub Flums und am Flumserberg unvergessen.

Am 14. April 2012 feierte der Skiclub Flums im Kreis seiner Mitglieder sein 50-jähriges Bestehen. Der Rückblick in die Klubgeschichte zeigt die Entwicklung des Skisports am Flumserberg sowie zahlreiche Grosserfolge.

Bericht im „Sarganserländer“ vom Donnerstag, 5. April 2012  Text: Sylvia Luchsinger  Bilder: Archiv Foto Steinemann/Pius Good

Gleich zweimal kamen die Fans in Scharen nach Flums: 20000 Fans waren es beim Empfang für Marie-Theres Nadig und Edy Bruggmann nach den Olympischen Spielen 1972 in Sapporo (Bild links). Vier Jahre später wurde der Olympia-Zweite von Innsbruck 1976, Ernst Good (Bild rechts, zusammen mit Heini Hemmi und Marie-Theres Nadig), feierlich empfangen.

Alles hat natürlich seinen Ursprung, auch der Skiclub Flums. Am 10. November 1962 haben die drei bestehenden Flumser Skiclubs «Spitzmeilen », «Weissenberg» und «Flumserberg» fusioniert – und der neue und heutige Skiclub Flums war geboren. 
Die Gründe für die Fusion waren damals die gleichen wie heutzutage: Finanzielle Vorteile und die Hoffnung auf mehr sportliche Erfolge liessen die Skiclubs zusammenwachsen. So kam Geld zumTalent und Erfolg zum neuen Skiclub Flums.

Alpine Dreierkombination

Die Dreierkombination, bestehend aus einem Spezial-Slalom, der Prodkamm-Abfahrt und dem Sässliwiese-Riesenslalom, war in der damligen Zeit eine Sensation. In den 60er- und 70er-Jahren fanden regelmässig die beliebten Flumser Skitage statt, wo diese Alpine Dreierkombination ausgetragen wurde. Auch das Teilnehmerfeld wurde zunehmend international. 
Aber auch die Flumserberger Derbys, das Prodkamm-Derby und das Maschgakamm-Derby, waren über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Mehr interessante Informationen und Bilder dazu können der Chronik des Skiclubs Flums entnommen werden (Chronik bestellen)

«Golden Girl» und «Silver Boy»

Ihre grossen Erfolge in Sapporo haben Marie-Theres Nadig und Edy Bruggmann die Spitznamen «Golden Girl» und «Silver Boy» eingetragen. Bei der Olympiade 1972 in Sapporo sahnten die beiden Flumser gross ab. «Maite», wie nicht nur die Flumser Marie-Theres Nadig liebevoll nennen, wurde Doppel-Olympiasiegerin im Riesenslalom und in der Abfahrt. Edy Bruggmann holte Silber im Riesenslalom. Und plötzlich war der Flumserberg in aller Munde.
Vier Jahre später konnte der nächste Olympiaerfolg des SC Flums verbucht werden: Ernst Good holte Silber im Riesenslalom von Innsbruck. Aber auch andere Flumser Skisportler haben in den folgenden Jahren für Schlagzeilen gesorgt. So wurde Brigitte Gadient (heute Mannhart) in den 80er-Jahren mehrfache Schweizermeisterin im Slalom. Unvergessen sind auch die Erfolge von   Wendi Eberle, der 1994-Paralympic-Sieger in der Abfahrt von Lillehammer und mehrfache Schweizer Meister.

Und heute?

Auch im Jubiläumsjahr sind einige Skirennfahrer und Snowboarder des Skiclubs Flums in Swiss-Ski-Kadern und feiern immer wieder beachtliche Erfolge. Allein schon in der zu Ende gehenden Saison 2011/12 hat der Skiclub Flums zwei Junioren-Weltmeister: Die Snowboarderin Julie Zogg (Weite) und Skifahrer Ralph Weber (Gossau) sorgten für die jüngsten Schlagzeilen des «50-Jährigen», der «Sarganserländer» berichtete.
Beim Nachwuchs gab es auch immer wieder Schweizer Meistertitel bei den JO und Junioren. Einige Europacupsiege ergänzen die Erfolgsbilanz des SC Flums. Alle diese starken Nachwuchsresultate aufzuzählen wäre zu umfangreich. 
Dank der guten und weitblickenden Nachwuchsarbeit werden diese Erfolge wohl nicht die letzten bleiben. Man darf gespannt sein, wann es zum nächsten Mal heisst: «Erfolg für den SC Flums». Ob auf dem Snowboard oder den Skis, der Klub ist auf Erfolgskurs – und dies nahezu während der gesamten letzten 50 Jahre.

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